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Folge 3 — Der Klotz an unseren Herzen und warum wir so oft nur halbherzig leben


Antschana und Annalena drucksen herum.

Das Gespräch kommt nicht wie gewohnt in den Fluss. Was will Antschana eigentlich sagen? Sie sei zu leichtfertig gewesen, will sich entschuldigen. Annalena kann dem Reflex nicht widerstehen, sich zu rechtfertigen. Hm, und was jetzt?

Es geht uns in den allermeisten Fällen doch genau so: Wir finden erst mal keine Worte für das, was in unseren Herzen abgeht. Es kostet jedes Mal einen Überwindungsschritt, überhaupt jemanden ganz reinschauen zu lassen – in tieferliegenden Schmerz, wo wir uns schämen, anderen Schmerzen zugefügt zu haben, weil wir zu leichtfertig waren, obwohl wir doch wertschätzend leben wollen.

Die beiden haben sich entschieden, das Ringen um dieses Gespräch nicht rauszuschneiden, sondern stehen zu lassen. Sich ganz bewusst herzfordern zu lassen. Sie loten die Unterschiede zwischen Leichtigkeit und Leichtfertigkeit aus, sind geschockt von so manchem Klotz am Herz, überrascht, wie Gott durch Träume zu uns reden kann – und sie entdecken die Tür zum Leben, mitten im Schmerz.

Bibelstellen in dieser Folge

  • Gebahnte Wege im Tal der Tränen: Psalm 84,5-8
  • Jesus verheißt den Heiligen Geist als Beistand: Johannes 16,7-8
  • Füße auf weitem Raum: Psalm 18,34 & Psalm 31,9
  • Gebet um Selbstoffenbarung: Psalm 139,23-24
  • Die Ich-bin-Worte von Jesus, wie er uns dient: als Brot (Johannes 6,35), als Licht (Johannes 8,12), als Tür (Johannes 10,7-9), als guter Hirte (Johannes 10,11), als Auferstehungskraft und Leben (Johannes 11,25-26), als Weg und Wahrheit (Johannes 14,6), als Verankerung in fruchtbarem Boden (Johannes 14,6) und als König (Johannes 18,37)

Wie Gott durch Träume zu uns redet, um Halbherzigkeit zu überwinden

  • Schritt 1
    Ich öffne mich dafür, dass Gott durch seinen Heiligen Geist in meinen Träumen zu meinem Inneren reden darf. Zum Beispiel mit Psalm 139,23-24.
  • Schritt 2
    Wenn ich einen Traum habe, notiere ich ihn, um ihn festzuhalten. Dann nehme ich erst mal nur wahr, dass der Schmerz da ist, auch wenn er mir bis dahin unbewusst war.
  • Schritt 3
    Den Schmerz „freilassen“ – Ich erlaube mir, mich mit meinem Schmerz selbst anzuschauen und mute mich mir selbst zu. Erkenne ich Folgen des unterdrückten Schmerzes in meinem Alltag, subtile Wut, Frust, Selbstzweifel, Freudlosigkeit? Was ist meine Schmerzvermeidungsstrategie?
  • Schritt 4
    Ich gehe mit dem Schmerz in mir zu Jesus und dem Vater: Zeigt Gott mir eine auslösende Situation? Wann und wie kam der Schmerz in mein Leben? Habe ich in der Situation gottlose Festlegungen getroffen?
  • Schritt 5
    Ich nutze die Tür des Lebens – Jesus –, positioniere mich um und tue Buße für die Festlegungen, die ich erkannt habe.
  • Schritt 6
    Unter dem Blick des Vaters darf der Schmerz in meinem Herz einen gesunden Platz einnehmen: Er darf meine Gefühle nicht bestimmen, aber ich muss ihn auch nicht ignorieren oder ins Unbewusste verdrängen.
  • Schritt 7
    Ich gehe mit Jesus gemeinsam innerlich noch einmal durch den Traum. Was verändert sich? Was zeigt Jesus mir dabei? Sagt er etwas bestimmtes? Wie kommt nun in der schmerzlichen Situation Leben an?
  • Schritt 8
    Ich danke Gott für sein geniales Reden und dass er mein Herz so gut kennt. Ich danke Jesus, dem guten Hirten, dass er mich gute Wege führt, so dass ich es mitbekomme. Ich danke dem Heiligen Geist, dass er mir Offenbarung geschenkt hat über mich und über Jesus.

2 Kommentare

  1. Wow, danke für eure Offenheit wirklich klar zu bekommen, was genau dahinter steckt, ehrlich zu sich selbst zu werden. Ich hab‘ euch mit meinem Mann zugehört und das Thema hat voll getroffen. So wichtig, so gut.

    • Liebe Margrit, vielen Dank für dein Feedback zu unserer Folge 3. Es freut uns total, dass dein Mann und du hilfreiche Impulse mitnehmen konntet. Seid gesegnet bei euren Herzensgesprächen und in eurem Miteinander!

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